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Diskussionsrunde

*** Anzeige vom 25.01.2023 20:14:12 ***

Anzeige von: Kokosmann
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Hallo Rafael!
Ich kann mir vorstellen, dass sehende mit der Handschrift genau das gleiche
Problem haben, wie du mit der Brailleschrift. Ich meine damit, dass diese auch
in Gefahr ist auszusterben. Wenn man es denn so sehen möchte.

*** Anzeige vom 25.01.2023 19:14:02 ***

Anzeige von: Raphael Netolitzky
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Hallo zusammen,

Die Diskussion hier ist ja richtig interessant geworden, dennoch kann ich auch
jetzt keine Argumente erkennen, die gegen das Erlernen von Braille sprechen, s.
meine folgenden Einlassungen unten. Leider scheint das tatsächlich die wenigsten
unserer selbst betroffenen zu interessieren, ob unsere Kinder künftig noch
alphabetisiert werden oder nicht. Dagegen zu sein scheint da für viele wichtiger
zu sein. Schade, ich hatte eigentlich gedacht, dass wir zusammen etwas mehr auf
die Beine stellen könnten. Ja, es ist halt schon einfacher, Dinge
einzufordernals selbst zu verwirklichen. Hoffentlich fragt Euch nicht in zehn
Jahren mal ein 28-jähriger blinder Analphabet, warum Ihr Euch damals nicht
beteiligt habt.

Nacht auch!

*** Anzeige vom 25.01.2023 19:04:39 ***

Anzeige von: Raphael Netolitzky
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Hallo zusammen, das ist der zweite Teil, der erste steht unten drunter.

Ich kann auch bezüglich der Nutzung von Handys bei blinden und Taubblinden nicht
verstehen, dass Braille so verteufelt wird. Gerade bei Taubblinden ist es
absolut der Durchbruch, weil der Taubblinde seine Zeile ans Handy anschließen
kann und der Sehende und der Taubblinde sich dann wunderbar schreiben können.
Ich habe selber schon ättliche dieser Systeme ausgeliefert und in Betrieb
gesehen. Bisher war es eigentlich meine Überzeugung, dass es besser nicht geht,
gerade weil die Taubblinden durhc die Schriftsprache, die oft auch bei denen
eingeschränkt ist aber dennoch einen guten Zugang zu Literatur haben. Übrigens
gerade die Braillezeile eröffnet durch den Rechner den Weg zu aller vorhandenen
Literatur. Genau das also ist ein Punkt pro Braille.

*** Anzeige vom 25.01.2023 19:00:29 ***

Anzeige von: Raphael Netolitzky
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Wow, da rappelts ja wieder mal so richtig.
Ich wundere mich gerade nur, dass der Braille-Pate als bescheuert angesehen
wird, wenn ich die Argumentation lese. Ich hab nämlich genau in die
Gegenrichtung argimentiert, nämlich Ergänzung der Schule, die bitteschön die
Federführung behalten soll. Naja, vielleicht sollte man doch besser Braille
können, als alles nur mit der Sprachausgabe zu lesen. Das führt offensichtlich
doch nur zu Verständnisfehlern, wie man hier eindeutig nachlesen kann. Das Ganze
dann mit Lormen etc. zu vergleichen find ich etwas schwierig, weil die
Anwendungsgebiete und die dazugehörigen Menshen schon unterschiedlich sind. Wir
sollten da schon Schriftsprache von anderen unterscheiden.
Gruß Raphael

*** Anzeige vom 25.01.2023 14:07:40 ***

Anzeige von: Renato
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Hallo zusammen,

na ja, Nischenlösung ist tatsächlich nicht der richtige Begriff. Dafür benötigen
zu viele Menschen diese „Hilfsmittel“. Wie hieß es schon so schön im
Lied „Sie mag Musik nur wenn sie laut ist“? „Ihre Hände wissen
nicht mit wem sie reden sollen“.

Es ging ja auch um die Frage, ob Brailleschrift heutzutage unnötig ist. Und das
kann ich nur verneinen. Gerade wenn man sich um Selbstständigkeit bemüht, sollte
man sich alle nur erdenklichen Wege offen halten. Das schließt die
Brailleschrift mit ein. Wie Annette schon schrieb, ist die Sprachausgabe nicht
für Jeden das Richtige. Auch ich bekomme häufiger E-Mails, die mit der
Sprachausgabe nicht zu entziffern sind. Viele Kürzel und englische Begriffe
machen es der Sprachausgabe einfach nur schwer. Da lobe ich mir meine
Braillezeile.

Was Taubblinde von Geburt an angeht, denke ich, daß sie es wirklich schwer
haben. Die Taubheit verhindert eine gute Aussprache. Die Erblindung verhindert
das erlernen der Gebärdensprache. Und das Lormen wird vermutlich auch keine
Ausnahme machen. Echt arme Schweine!

Viele Grüße

Renato

*** Anzeige vom 25.01.2023 07:46:20 ***

Anzeige von: Bernd Brant
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Werden in Schulen nicht Dinge gelehrt, von denen man später wenig benötigt?
Müssen sehende Kinder dann noch Handschriften lernen? In meinen Augen haben
Lormen und Brailleschrift nach wie vor ihre Berechtigung. Kopfrechnen wird doch
auch noch gelehrt, obwohl man Siri oft um Hilfe fragen kann?
In den ersten drei Klassen dürfen Kinder schreiben, wie sie die Worte hören und
ab der Vierten wird das Diktatblatt dann rot. In einer IGS in der Nähe sollen
Kinder demnächst selbst entscheiden, was sie Lernen wollen. Zuhören und
Diktieren stärkt in meinen Augen lediglich die Bequemlichkeit. Dann wundern wir
uns über Fachkräftemangel?
Belegt nicht Deutschland bei Bildung - siehe die letzten 15 Pisastudien - und
bei Innovation gemessen an anderen Industriestaaten mittlerweile einen der
hinteren Plätze? Aber Hauptsache wir Gendern richtig! Dürfen wir uns noch
Kuschelweichbildung leisten und alles abschaffen, weil's bequemer wird? Äi
Digger! Keine Ahnung! "Ja ich weiß, aber das macht nichts".

*** Anzeige vom 24.01.2023 18:00:48 ***

Anzeige von: Annette Simmet
@MN: Lormen sollte man immer nur in kurzen, einfachen Sätzen, möglichst ohne
Fremdwörter. Zahlen schreibt man, wenn man kann, wie die Zahlen in
Schwarzschrift oder, so mache ich es, in Buchstaben aus, was aber länger dauert.
Taubblinde, die gut Punktschrift können, beherrschen inzwischen häufig den
Computer. Ist kein Sehrest mehr vorhanden, geht es ohne Punktschrift nicht! Die
künstliche Sprache ist für viele sehr schwer bis gar nicht verständlich. Mir ist
nicht bekannt, ob Gebrurtstaubblinde diese Plattform hier kennen, glaube eher
nicht. Das Internet ist sowieso schon kompliziert genug für Taubblinde. Wer
lautsprachlich orientiert ist, also noch einen brauchbaren Hörrest hat und über
einen vollen Wortschatz verfügt, hat es da einfacher. Schön, dass hier endlich
mal jemand mit Sachverstand oder zumindest Interesse geschrieben hat!

*** Anzeige vom 24.01.2023 17:30:41 ***

Anzeige von: MN
Ich denke, mit den Nischenlösungen ist es wie mit der Mitgliedschaft in
Blindenvereinen oder dem Ausbau von Fähigkeiten usw. Wer es für sich als
notwendig erachtet, wird es lernen bzw. ausprobieren. Auch hier ist es scheinbar
sehr individuell.
Die Gebärdensprache habe ich selbst interessehalber vor vielen Jahren mal
erlernt, mittlerweile natürlich aufgrund Nichtnutzung wieder verlernt. Da sie
über größere Entfernung funktioniert, brauchen die Menschen hierfür nicht eng
beisammen stehen, Renato. Es sei denn, die Betreffenden sind sehschwach. Für
Sehende finde ich die Gebärdensprache am einfachsten zu lernen. Die Braille
Schrift setzt ein sehr gutes Tastvermögen voraus und ich glaube fast, dass ihr
Erlernen für einen Sehenden recht schwierig wird, da er ja aufgrund seiner
Sehfähigkeit ständig abgelenkt ist, die Augen also schneller reagieren als die
Finger :-)
Ich habe vor Jahren mal einen Bericht über taubblinde Menschen gesehen. Dort
wurde gesagt, dass taubblind Geborene zuerst das Lorm Alphabet erlernen und auch
keine wirklich vollständigen Sätze gebildet bzw. abgebildet werden sondern nur
mehr oder weniger einzelne Begriffe. Unter diesen Voraussetzungen dann Braille
zu lernen, halte ich echt für schwierig.
Wäre sehr neugierig zu erfahren, ob es auf dieser Plattform hier tatsächlich
taubblind Geborene gibt (also ohne diverse Restvermögen), die sich dazu äußern
können und auch wollen.

Wirklich interessante Diskussion!

Schöne Grüße

*** Anzeige vom 24.01.2023 17:28:18 ***

Anzeige von: Annette Simmet
²Nichts sehen trennt uns von den Dingen, nichts hören trennt uns von den
Menschen", über diesen satz der taubblinden Schriftstellerin Helen Keller
sollten alle mal nachdenken, die hier mitlesen und sich dann überlegen, ob
Beleidigungen hier angebracht sind!

*** Anzeige vom 24.01.2023 17:14:38 ***

Anzeige von: Annette Simmet
@N: Das hier hat mit meiner Lebensgeschichte überhaupt nichts zu tun, sondern es
handelt sich hier um handfeste Tatsachen! Keine Sorge: ich habe eine feste
Tagesstruktur, vielleicht ganz im Gegensatz zu Uhnen! @Renato: Ein gehörloses
>Kind lernt schon als Kleinkind die Gebärdensprache. Tritt eine
Blindheit/Sehbehinderung ein, wie z. B. beim Ushersyndrom, wird das Lormen sehr
wichtig! Abstand halten ist dann nicht möglich, denn die Buchstaben des
Lormalphabetes müssen ja in die Hand geschrieben werden. Dabei ist das Aufnehmen
schwieriger als das Schreiben. Gebärdensprachdolmetscher durften während Corona
die Masken abnehmen, damit der Gehörlose von den Lippen ablesen konnte. Dies ist
übrigens ein anerkannter Beruf mit 4-jährigemStudium. Von einer Nischenlösung
kann hier also keine Rede sein.

*** Anzeige vom 24.01.2023 15:29:00 ***

Anzeige von: Renato
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@Annette: Ob Lormen, Brailleschrift oder Geberdensprache: Alles muß vorher
erlernt werden. In allen drei Fällen handelt es sich um eine Nieschenlösung, die
für einen bestimmten zweck erfunden wurde.

Persönlich halte ich die Brailleschrift als unerlässig, weil sie die einzige
ist, die universell einzusetzen ist. Jedenfalls für blinde und auch für blinde
gehörlose. Mit der Geberdensprache kenne ich mich nicht aus. Weiß also nicht,
wie gut sie im Alltag funktioniert. Ich kann mir aber vorstellen, daß es nicht
wenige Menschen gibt, die lieber etwas mehr Abstand wünschen.

Was die Geberdensprache und Lormen angeht glaube ich nicht, daß man damit einen
Brief verfassen kann. *grins*

Scherz bei Seite: Einen Brief sollte man schon überprüfen können, um die
gröbsten Fehler vermeiden zu können. Dafür braucht ein blinder oder gehörloser
blinder nun mal die Brailleschrift. Da würde ihm weder Lormen noch die
Geberdensprache etwas nützen.

Auch dir J. danke für die faire Diskussion.

Viele Grüße

Renato

*** Anzeige vom 24.01.2023 14:59:48 ***

Anzeige von: N.
@ Frau Simmeth: Sie langweilen nich, Ihre Lebensgeschichte kennen wir hier alle
schon zu Genüge. Anscheinend wissenSie nicht, wie Sie denTag rumkriegen und
nerven hier nur, zumindest mich.

@ Renato, klar ist Lormen eine Nieschenlösung, abe rdas ist die Brailleschrift
ja auch. Was solls.

Danke Renate für die faiere Diskussion

*** Anzeige vom 24.01.2023 14:30:58 ***

Anzeige von: Annette Simmet
@an Renato, J und alle anderen: Ich bin tuabblind mit geringem Hörrest, also
noch lautsprachlich orientiert. Viele Gehörlose und Gehörlose mit Sehrest wollen
oder können nicht lormen. Viele Gehörlose mit Sehrest nutzen die
Gebärdensprache, solang sie diese erkennen können, denn die Gebärdensprache ist
nun mal die Muttersprache der Gehörlosen. Wenn das Erkennen oder Ablesen nicht
mehr geht, wird das taktile Gebärden genutzt. Der Taubblinde tastet die Gebärden
an den Händen des Gesprächspartners ab. Dazu muss er aber die Gebärde kennen
also mindestens vorher gesehen haben. Einer künstlichen Sprache am PC oder
smartphone zuzuhören, kann nach meiner Erfahrung sehr anstrengend sein. Da ist
mancher froh, wenn er die Braullezeile nutzen kann. Und deshalb wehre ich mich
gegen diesen Schmarr´n, die Punktschrift sei mittelalterlich!

*** Anzeige vom 24.01.2023 14:02:30 ***

Anzeige von: Renato
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Auch Lormen will gelernt sein. Ob das weniger oder mehr sinnvoll ist, sei dahin
gestellt. Es ist ja auch eine Nieschenlösung die sonst keiner braucht.

Viele Grüße

Renato

*** Anzeige vom 24.01.2023 13:33:11 ***

Anzeige von: J.
@ Renate: Klar verstehe ich, was Du meinst, ist ja auch ok, aber ich bin
trotzdem mittlerweile einGegner vomErlernen der Brailleschrift. Gehörlose können
ja immer noch lormen, anstatt die Sehenden dazu zwingen, diesenBlödsinn zu
lernen.

Ich denke, mehr ist hier nicht mehr zu sagen. Auf jedenFall danke für die
diesmal sehr gute Diskussion.

Gruß

*** Anzeige vom 24.01.2023 12:56:46 ***

Anzeige von: Renato
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@J: Das ist schon richtig. Doch wie sollen blinde gehörlose die Infos sehender
aufnehmen? Sehen geht nicht, und hören ja auch nicht. Verstehst Du jetzt was ich
meine? Das blinde das 10Fingersystem können, hilft da nicht. Um zu kommunizieren
müssen sie auch die Antworten sehender erfassen können. Da es durch sehen und
hören nicht geht, bleibt ja nur das Tasten. Also Braille. Und die müssen sie
schon gelernt haben. Denn sonst ist es zu spät!

Viele Grüße

Renato

*** Anzeige vom 24.01.2023 12:48:33 ***

Anzeige von: J.
Ja, weil Sehende in der Regel die Brailleschrift nicht beherrschen. Viele Blinde
dagegen können das Zehnfingersystem und schreiben damit, hab ich selbst schon
festgestellt.

*** Anzeige vom 24.01.2023 12:33:44 ***

Anzeige von: Renato
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Sehende können mit blinden gehörlosen ohne Brailleschrift unkomplizierter
kommunizieren? So, so.

*** Anzeige vom 24.01.2023 07:58:22 ***

Anzeige von: J.
Guten Morgen!

Klar wenn z.B. der Strom ausfält ist es etwas schwieriger, aber trotzdem würde
ich da nie auf Braille zurückgreifen, sondern auf mein mit Batterie betriebenes
Diktiergerät und die Powerbank meines Handys und mein aufgeladenes Ersatzhandy.

Gerade für Gehörlose sehe ich viele Vorteile, wenn sie die Brailleschrift nicht
benutzen, denn dann können Sehende viel unkomplizierter mit ihnen kommunizieren
und müssen sich nicht den Stress mit der Brailleschrift antun, indem sie z.B.
ein Blindenalphabet benutzen müssen.

Wenn ich z.B. ein Smartphone mit externer Zehnfingertastatur benutze und bei
Stromausfall z.B. eine Powerbank benutze, ist das ja auch möglich und die
Kommunikation ist zumindest kurzfristig gewährleistet.

Im Enddefekt muss doch jeder selbst entscheiden. Ich finde es einfach hinfällig,
an veralteten Strukturen wie 6-Punkte-Braille festzuhalten und die jüngere
Generation noch da reinzuzwingen. Man sollte sich dem technischen Fortschritt
annähern und nicht ins Mittelalter zurückfallen.

Gruß

*** Anzeige vom 23.01.2023 20:44:56 ***

Anzeige von: Renato
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@J: Ich glaube nicht, daß die Punktschrift heutzutage nicht mehr notwendig ist.
Was ist, wenn die Technik versagt? Oder wenn sich zu der Erblindung noch eine
Gehörlosigkeit dazu gesellt? Dann steht man da mit seinem langen Hemd und ärgert
sich, daß man keine Blindenschrift gelernt hat. Gerade wenn man ein Handycap
hat, sollte man auf kein Hilfsmittel verzichten.

Ich kann dich zwar verstehen. Trotzdem halte ich die Blindenschrift immer noch
für sehr wichtig. Denn ohne Blindenschriftkenntnisse ist man immer auf
elektronische Hilfsmittel angewiesen. Und die können ausfallen. Die Finger
jedoch eher nicht.

Viele Grüße

Renato

*** Anzeige vom 23.01.2023 19:51:05 ***

Anzeige von: An J
Nicht für jeden ist Hören das gleiche wie Lesen. Nimmt man das mal als
Grundgedanke, macht es schon Sinn, im Alter Punktschrift zu erlernen. Selbst
wenn es kaum Bücher gibt, kann man doch wenigstens z. B. Ebooks oder gescanntes
Material über eine Braillezeile lesen. Nicht jeder ist der geborene Zuhörer,
schon gar nicht, wenn es um Bücher geht!

Und was das Lehren von Blindenschrift anbelangt: Was sagen Qualifikationen und
Arbeitsnachweise aus? Das ist so ein typisch deutsches Ding, das wir glauben,
bloß weil jemand tolle Referenzen hat, ist er auch automatisch gleich ein
"besserer" Lehrer, als z. B. jemand, der es ehrenamtlich macht. Die Hauptsache
ist doch, ich lerne, was ich lernen möchte!
Mein Nachbar kann ja auch handwerklich mega begabt sein und mir etwas
reparieren, ohne hierfür eine jahrelange Ausbildung genossen zu haben.

*** Anzeige vom 23.01.2023 13:06:53 ***

Anzeige von: Johanna Riedl
Hallo,

ich war schon länger nicht mehr hier.

Ich selbst nutze die Brailleschrift auch nur zum Lesen am PC und sonst so gut
wie gar nicht mehr. Dennoch finde ich schon, dass man denjenigen, die sie
erlernen möchten, die Möglichkeit dazu einräumen sollte. Genauso verhält es sich
mit den ganzen blindenspezifischen Angeboten, wie z.B. Mitgliedschaft in einem
Blindenverein usw. Man sollte doch selbst entscheiden, was man möchte und sich
nicht hier von irgendwelchen Idioten, die meinen, alles besser wissen zu wollen
und nur ihre eigene Meinung akzeptieren, leiten lassen. Vielen ist
offensichtlich langweilig, denn sonst würde man ein bisschen überlegen, was man

zu Papier bringt ohne gleich andere anzufeinden und immer nur alles schlecht
zu machen.

Leben und leben lassen und auch mal andere Meinungen akzeptieren und den eigenen
Horrizont auch mal verlassen sollte für manche hier die Devise sein und nicht
nur immer motzen und immer alles nur negativ sehen. Viele von Euch hätten manche
Unterstützungen, z.B. Nachteilsausgleiche, nicht erhalten, wenn sie nicht in
einem Blindenverein wären, der sich für ihre Belange einsetzt.

Nachdenkliche Grüße

*** Anzeige vom 23.01.2023 12:34:32 ***

Anzeige von: J.
Hallo!

ich finde die Idee mit dem Braillepaten total bescheuert. Wenn ich mir die
Brailleschrift schon antun möchte, dann nur mit einem entsprechend gut
ausgebildeten Punktschriftlehrer. Ich meine keinen Ehrenamtler, sondern echt
jemanden, der eine entsprechende Qualifikation - die ich mir dann zur Prüfung
vorlegen lasse, besitzt. Da könnte ja jeder Dummschwätzer und Besserwisser
daherkommen und meinen, mir was beibringen zu wollen und dann auch noch Geld
dafür verlangen.

Für mein Kind würde ich das auch so handhaben. Ich würde auf keinen Fall
befürworten, dass im Unterricht es von einer ggf. älteren Person unterstützt
wird, die sich dann ggf. überall einmischt. Folge wäre, dass mein Kind evtl.
keine Freunde mehr hätte.

Diese ganzen veralteten, starren Systeme, in denen noch so viel Wert auf die
Punktschrift Wert gelegt wird, sollten einer gründlichen Überarbeitung
unterzogen werden. Auch diese ganzen Hör- und Punktschriftbüchereien sollte man
endlich einstellen, auch hier werden oftmals nur Blinde beschäftigt, damit sie
den Tag rumkriegen. Hörbücher gibt es überall genügend zu kaufen. Da muss man
sich dann keine Gedanken machen, ob die Hüllen verschmutzt sind usw.
Puktschriftbücher liest aus meinem Bekanntenkreis niemand mehr.

Gruß

*** Anzeige vom 23.01.2023 06:40:23 ***

Anzeige von: J.
Hallo,

ich kannes überhaupt nicht verstehen, dass sich Späterblindete noch dazu
aufraffen, die Brailleschrift überhaupt zu lernen. Es gibt mittlerweile viele
sehr gute technische Angebote, wie z.B. Smartpgones, Lesegeräte mit
Sprachausgabe, um nur ein paar zu nennen, so dass ich denke, dass die
Brailleschrift absolut überflüssig ist. Ich als Geburtsblinde habe sie
mittlerweile vollständig verlernt und arbeite ausschließlich mit Sprachausgabe
und Zehnfingersystem.

Im Übrigen sind die diversen Angebote z.B. in Leipzig, Dresden und wie diese
ganzen Vereine alle heißen überteuert und veraltet. Dort werden nur Behinderte
beschäftigt, damit sie den Tag rumbringen.

Das ist jetzt aber nur meine Ansicht. Wenn das jemand nutzen will und die
Brailleschrift erlernen will, kann er/sie es gerne machen.

Freundliche Grüße

*** Anzeige vom 22.01.2023 16:01:39 ***

Anzeige von: MN
@ Raphael
Gehe ich recht in der Annahme, dass gute Braille Kenntnisse zu einer besseren
Rhetorik und besseren Grammatik Kenntnissen führen? Wenn ja, kann ich dein
Engagement nur sehr gut heißen! ;-)

*** Anzeige vom 22.01.2023 12:08:56 ***

Anzeige von: Aufmerksamer Leser
@Fräulien Annwette
Du magst ja recht haben, mit dem was du da schreibst. Das ändert aber gar nichts
an der Tatsache, dass es nur sehr wenig Literaturr in Brailla gibt. Ich finde z.
B. keinen Englischkurs in Braille. Liegt das vielleicht daran, dass es sooo viel
Literatur in Braille gibt.
wäre sehr glücklich, von das Fräulien Annette nette Post bekommen. Ich würde das
Fraäulein Annette auch ganz nett antworten.

*** Anzeige vom 22.01.2023 11:39:21 ***

Anzeige von: Annette Simmet
@Aufmerksamer Leser! Sie täten gut daran, Ihre Aufmerksamkeit noch emens zu
steigern. Sonst wüßten Sie, dass in Bon, Leipzig und Marburg fleißige Menschen
an der Herstellung von Zeitschriften und Büchern in Brailleschrift arbeiten,
auch an Lehrbüchern für Späterblindete. Auch das Lesen langer Texte ist mit
Brailleschrift weniger anstrengend als mit Sprachausgaben. Noch immer wird in
den Ausbildungseinrichtungen Brailleschrift gelehrt. Kurse zum Erlernen der
Punktschrift werden nach wie vor angeboten und gern besucht. Seien Sie also
weiter höchst aufmerksam!

*** Anzeige vom 21.01.2023 22:40:26 ***

Anzeige von: Christian
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Hallo, ich bin späterblindet und habe die Brailleschrift gelernt, so daß ich sie
ziemlich flüssig lesen kann. Meiner Meinung nach könnten Späterblindete die
Brailleschrift auch lernen, wenn ein Wille Da ist. Ohne die Brailleschrift wäre
ich in meiner Selbstständigkeit total eingeschränkt. Kann mir kaum vorstellen,
wie ich meinen Schriftverkehr ohne die Brailleschrift archivieren und auch das
notwendige ohne Brailleschrift wieder finden sollte. Es gibt so viele Beispiele,
wo ich ohne die Brailleschrift eingeschränkt wäre.

*** Anzeige vom 21.01.2023 17:42:13 ***

Anzeige von: Aufmerksamer Leser
Daß z. B. Späterblindete wenig Interesse haben, Braille zu lernen, kann ich gut
nachvollziehen. Es gibt doch kaum Literatur in Braille. Außerdem haben
Späterblindete genug andere Dinge zu lernen, um im Leben klar zu kommen. Für
Kinder halte ich es aber für wichtig, dass sie Braille lernen.
ich finde, viel Freizeit und genug Geld ist für mich das Wichtigste, was man im
Leben haben kann.

*** Anzeige vom 21.01.2023 13:23:40 ***

Anzeige von: Raphael Netolitzky
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@aufmerksamer Leser, vielleicht ist es Deiner Aufmerksamkeit ja entgangen, dass
grundsätzlich alle Ortsvereine eine hochwertige Beratungsarbeit für
Späterblindete leisten, über die Angebote lässt sich natürlich streiten, aber
was wenn nicht unsere Beiträge befähigt sie dazu? Ja, ich muss wohl tatsächlich
unaufmerksam sein, denn ich habe noch nie mitbekommen, dass auf einer
Weihnachtsfeier eines Blindenvereins Schwarzschriftzettel verteilt worden sind.

@Dennis, ich finde gut, dass Du zu Mitgliedschaften aufrufst, aber was hat das
damitzu tun, dass wir alles andere als Selbständig sind, was ich für
dahingestellt halte?

Im Übrigen habe ich auf meine Anzeige bezüglich des Braille Paten schmerzlich
erfahren müssen, wie fürsorglich die Blindencommunity ist, ich habe genau drei
Antworten erhalten. Das ist nicht eben ein Fakt, der mich zur Blindenwelt
hinzieht. Wir sind nicht mal selbst in der lage, um uns umeinander zu kümmern.
Das turnt mich echt ab. Ich wünsche uns einen gesegneten immer währenden
Winterschlaf.
Sorry, aber bei dem Gemotze hier und wenn gleichzeitig keiner was tun will, kann
ich nicht anders, als mich endtäuscht abzuwenden und mich verstärkt an der
normalen Welt der Menschen ohne Behinderung zu orientieren. nur noch 16 Prozent
von uns können Braille. Wenn das so bleiben soll, dann schlaft doch einfach
weiter. Dann werden auch künftig die Blinden zuhause ohne Arbeit sitzen, aber
dafür mit viel Freizeit. Ist es das, was wir wollen?

Gruß Raphael

*** Anzeige vom 18.01.2023 22:40:33 ***

Anzeige von: Tatjana
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Servus!

Also entweder kommt's mir nur so vor oder ist die Diskussionsrunde wirklich so
anstrengend?

Auf jeden Fall bin ich Mitglied beim BBSB und ich denke, das hat schon was.

Man kann, wie ja schon hier zur Genüge erwähnt wird, Dienste wie RBM in Anspruch
nehmen, oder aber wenn einem eine Veranstaltung zusagt kann man auch mitmachen.
@ Sven: Freilich hast du voll Recht und nicht alles sollte grad dann stattfinden
wenn die meisten arbeiten.

Dass der Mitgliedsbeitrag teils oder vielleicht auch überall nicht wirklich
günstig ist, ist blöd. Keine Frage. Aber vielleicht wär's sinnig, wenn z. B. für
Leute mit weniger Geld was Ermäßigtes eingeführt wird oder so?

Fazit: Ich finde man kann nicht wirklich sagen, dass eine mitgliedschaft dort
immer Sinn macht oder nicht. Das ist Geschmacks-, Ansichts- und irgendwie sonst
'ne individuelle Sache...

Gruß aus München!

*** Anzeige vom 17.01.2023 13:42:42 ***

Anzeige von: Renato
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Warum denn unbedingt eine Mitgliedschaft in einem Blindenverein? Es gibt ja auch
die Möglichkeit mittels einer Spende an den DBSV die Arbeit des Verbands direkt
zu unterstützen.

*** Anzeige vom 17.01.2023 12:47:05 ***

Anzeige von: J.
Das hat nichts mit großartig ode armselig zu tun, sondern mit seiner eigenen
Lebensphilosophie. Einen Behindertenfahrdienst würde ich beispielsweise nie
inAnspruch nehmen, weil es ja auch Taxis oder öffentliche Verkehrsmittel gibt.
Das möchte ich für mich einfach nicht, da komme ich mir dann erst richtig
"behindert" vor. Andererseits gibt es auch genügend nicht Behinderte, die z.B.
die Mobilitätszentrale inAnspruch nehmen, weil sie alt sind oder einen
Kinderwagen dabei haben. Das hat jetzt aber nichts damit zu tun, ob ich zwingend
Mitglied im Blindenverein sein muss.

*** Anzeige vom 17.01.2023 10:34:14 ***

Anzeige von: Dennis
Jeder Mensch mit Erblindung sollte Mitglied sein. Wenn es nur ist um den Verein
zu unterstützen also eintreten und den Mitgliedsbeitrag entrichten.
Ihr seid alles nur nicht selbstständig. Am Ende fragt ihr euch auch nur durch
und lasst euch von fremden Menschen helfen. Aber zu stolz für die Umstiegshilfe
oder für den Behindertenfahrdienst.
Das ist nicht großartig sondern armselig.

*** Anzeige vom 17.01.2023 09:56:29 ***

Anzeige von: Harald.haus.vhh@gmail.com
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Hallo Zusammen,
ich war schon lange nicht mehr hier aber ich finde diese Diskussion interresant.
Natürlich gibt es auch immer wieder Leute die meinen ohne Blindevereine läuft
nichts. Ich bin auch Mitglied in einem Blindenverein und es hält mich keiner
davon ab selbstständig etwas zu unternehmen. Es wird mir auch nicht
vorgeschrieben welche Freunde man haben darf egal ob sehend,blind oder Menschen
mit einem anderen Handicap.
Wer nur in einem blindenverein aufgehen mag soll doch dies bitte tun auch da
spricht nichts dagegen nur kann und mag ich mit denen nichts anfangen die darauf
bestehen das es ohne Blindenverein nicht geht das ist nämlich absolut nicht der
Fall. Leben und leben lassen.
MfG Harald

*** Anzeige vom 16.01.2023 06:17:02 ***

Anzeige von: Aufmerksamer Leser
Was bieten Blindenvereine an?
1. Briefkastenvermüllung
2. iphone-Labertreffen,
3. Weihnachtsfeier. Da dürfen alle schön alle sieben Strophen von Macht hoch die
Tür singen. Damit das auch klappt werden Zettel verteilt, natürlich nicht in
Braille. Finde ich super. Blinde können ja besonders gutSchwarzschrift lesen.
So, nun diskutiert mal schön untereinander. Aber ohne mich.

*** Anzeige vom 14.01.2023 14:06:00 ***

Anzeige von: Raphael Netolitzky
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Hallo zusammen,

Die Arbeit der Ortsvereine, der Landes- und Bundesebene sind unersetzbar
wichtig. Deshalb sollte in der Tat eine große Anzahl blinder Menschen in die
Vereine gehen und nach Möglichkeit auch aktie Beiträge leisten. Ob man jetzt
viel mit den Gruppen macht, sei dahingestellt, das mach ich auch nicht, weil ich
die passenden Angebote nicht finde und ein Aurahotel reizt mich persönlich auch
nicht besonders, wenn das auch für viele die Urlaubsoption schlechthin ist.
Warum nicht? Allerdings werde ich meinen bisherigen Blindenverein auch
verlassen, die Gründe hab ich hier ja auch schon mehrfach genann. Ich habe
allerdings bereits einen anderen Ortsverein gefunden, der wesentlich mehr macht
und auch Angebote hat, die mir eher passen. Auch dort ist nicht alles so, wie
ich mir das vorstelle, aber ich habe das Gefühl, dort eher mich einbringen zu
können und ds werde ich dann auch tun.

Gruß Raphael

*** Anzeige vom 13.01.2023 22:36:43 ***

Anzeige von: Christian
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Alleins chon der Möglichkeiten wegen, einen Rechtschutz für Behinderten- und
Sozialrecht inanspruch zu nehmen, lohnt sich eine Mitgliedschaft im DBSV schon.
Anwälte sind teuer, Prozesse manchmal langwierig und mühsam. Es kann einem schon
echt das Leben erleichtern, wenn man weiß, dass man sich zumindest damit nicht
auch noch auseinandersetzen muss.
Zudem ist es eine Interessensvertretung! Diese lebt natürlich von aktiven
Mitgliedern - aber welcher Verein tut das nicht.

*** Anzeige vom 13.01.2023 12:40:13 ***

Anzeige von: Dirk
Nun, jeder muss für sich selber entscheiden, in welcher Welt man unterwegs sein
mag, ob er in einen Blindenverein eintreten möchte und sich vielleicht auch
darin engagieren will oder halt nicht. Die Mitgliedschaft darf man aber nicht
nur von den örtlichen Angeboten abhängig machen. Ich finde, es geht auch um die
Interessensvertretung auf Bundesebene und um die Dienstleistungen, die man beim
DBSV in Anspruch nehmen kann wie z.B. die RBM.
Mein Freundeskreis ist Bunt gemischt, Sehend, Blind und auch Menschen mit
anderen Behinderungen gehören dazu. Da ergänzt man sich gegenseitig und das ist
wunderbar. In „Allen Welten“ unterwegs zu sein ist sehr bereichernd,
das wurde mir als Vorsitzender des örtlichen Behindertenbeirats bewusst.

*** Anzeige vom 13.01.2023 08:53:37 ***

Anzeige von: Emely
Hi,
Ich kann mich da Nora nur anschließen. Ich bin auch in keinem Blindenverein und
bereue es auch nicht. Meiner Erfahrung nach leben sehr viele in so einem Verein
nur in der Blindenwelt. Das ist aber nicht das, was ich mir für mein Leben
wünsche. Ich möchte so selbstbestimmt wie möglich Leben. Ich finde es schade,
dass es einige Blinde gibt, die anderen ihre Selbstständigkeit übel nehmen.
Selbstständigkeit ist doch etwas unglaublich tolles und wertvolles.

*** Anzeige vom 12.01.2023 17:28:08 ***

Anzeige von: Nora
Ich bin auch nicht in einem Verein und wegen so Leuten wie unter anderem Denis
möchte ich es auch nicht.
Zu dem Herrn: ich kenne ihn persönlich und eines könnt ihr glauben, sein Leben
läuft in richtigen Bahnen. Ich habe ihm übrigens die Karte für dieses Seminar
geschenkt.

Allgemein ist zu sagen: jeder hat das Recht, zu leben, wie es ihm gefällt. Wenn
jemand in dieser Blindenwelt glücklich ist, dann soll er glücklich werden und
wenn nicht, dann eben nicht.

*** Anzeige vom 12.01.2023 15:39:50 ***

Anzeige von: J.
Hallo,

ich verstehe das Problem überhaupt nicht. In jedem Verein ist es doch so, dass
die mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen haben, auch wenn die Angebote noch so gut
sind. Warum soll da ein Blindenverein eine Ausnahme darstellen? Früher gingen
die Leute in Vereine, um sich auszutauschen, heute sitzt man vor dem PC und
erledigt das so. Das ist einfach mittlerweile überholt, den Kontakt zu
Gleichgesinnten meinen viele nicht mehr zu brauchen und suchen sich lieber was
Anderes, eben nicht zwingend mit Blinden, weil sie eben genügend andere
Möglichkeiten haben.

Ich selbst bin seit vielen Jahren Mitglied in einem Blindenverein und das nicht,
weil ich solidarisch mit anderen sein möchte, sondern weil ich von der Arbeit
überzeugt bin. Auch fahre ich mehrmals im Jahr in AURA Hotels. Meine Familie und
die sehenden Freunde würden da aber nie mitkommen. In diesen Kreisen fühlen sich
viele nicht wohl, was ich verstehen kann.

Gruß

*** Anzeige vom 12.01.2023 14:08:19 ***

Anzeige von: Dennis
Zu dem Herren auf dem Telefonchat. Es ist nicht nur dass er es nur dort erzählt
sondern er teilt seine Erlebnisse auch auf Facebook. Das geht so nicht weil
andere sonst denken können dass man mit einer Erblindung alles so machen kann
wie Sehende. Er teilt es öffentlich.
Solche Menschen benötigen dringend Hilfe von einem Blindenverein oder einer
Einrichtung. Es ist sehr wichtig, dass darüber gesprochen wird. Noch ist es
nicht zu spät das Leben in die richtige Bahn zu bringen.

*** Anzeige vom 12.01.2023 13:37:09 ***

Anzeige von: Dennis
Hallo
ich hatte die letzten Tage keine Zeit zum antworten. Zu den Vereinen: Es wird
sich aber nichts Ändern wenn die jungen Blinden nicht in die vereine gehen. Die
können ja auch sehende Freunde haben aber es tut keinem weh wenn man vllt 1x die
Woche etwas mit dem Blindenverein unternimmt oder mal ein Wochenende in ein
Aurahotell geht.

*** Anzeige vom 11.01.2023 08:58:52 ***

Anzeige von: Kay
An Blindenverein:

Das Problem sind nicht Eure Angebote, das Problem ist, dass bei vielen, jüngeren
blinden Menschen auch ein Wunsch besteht, sich eben nicht immer nur in den
"eigenen Kreisen" zu bewegen. Inklusion, ein um Längen breiteres
Freizeitangebotsspektrum, an dem man auch als Blinder teilnehmen kann, mehr
Hobbys, mehr Entfaltungsmöglichkeiten... Vielleicht ist Je nachdem, wie man
erzogen wurde und aufgewachsen ist, weiß man halt oft auch vieles mit sich und
seiner Freizeit anzufangen. Was nicht heißt, dass ein Blindenverein nicht auch
weiter Angebote für junge Menschen im Portfolio haben sollte. Was aber eine
Ursache (neben dem sich nicht informieren) sein kann, weshalb es kaum einer
nutzt.

*** Anzeige vom 10.01.2023 16:27:32 ***

Anzeige von: MN
@blindenverein
Da gebe ich dir recht! Aber wie heißt es so schön? Wenn der Prophet nicht zum
Berg kommt, muss der Berg eben zum Propheten kommen :-)
Also Werbung unter die Leute bringen-in den Schulen, den Ämtern,bei
Beratungsstellen usw. Und zwar nicht in Form der typischen "Es gibt einen
Blindenverein in Ihrer Stadt" sondern ansprechende Flyer über gezielte
Aktivitäten oder Aktionen. Sie könnten auch automatisch in behördliche Schreiben
beigelegt werden. Und was die Kosten für solche Flyer angeht? Mit den heutigen
Web Programmen und Druckern müsste auch das für Blinde zu händigen sein -
beispielsweise auch hier als Kreativ-Nachmittage in den Vereinen! Die Kosten
hierfür sollten sich in Grenzen halten. Ansonsten gäbe es ja auch die
Plattformen wie Twitter, Facebook, tic toc und wie sie alle heißen. Oder eine
Radiowerbung. Vieles ginge auch über Mund zu Mund Propaganda. Hier hat Christian
recht, wenn er sagt, der Einzelne müsse Verantwortung übernehmen bzw. Initiative
ergreifen. Wenn jemand einen Blinden oder Sehbehinderten kennt, ihn einfach
drauf ansprechen, ob er die Angebote seines Vereins kennt und/oder nutzt.
Soweit mir bekannt ist, gibt es ja auch sportliche Aktivitäten wie
Bogenschießen, Kegeln oder Torball. Hier braucht es doch sicher auch
Nachwuchstalente. Wie werden die denn akquiriert?

Hmm, ist das alles zu phantastisch gedacht?!?

*** Anzeige vom 09.01.2023 19:57:06 ***

Anzeige von: Blindenverein
Hallo,
Ich möchte noch mal klarstellen das es ja schon Angebote für junge Menschen in
den Vereinen gibt. Das Problem ist aber wenn diese jungen Menschen noch nicht
einmal die Möglichkeit nutzen sich zu informieren, kann man anbieten was man
will. Es wird nichts bringen.
Was den Herren angeht, da wurde wirklich Übels Mobbing betrieben aber ich war
daran nicht beteiligt und habe noch versucht, ihm zu helfen, aber ohne Erfolg.

*** Anzeige vom 09.01.2023 15:40:40 ***

Anzeige von: MN
Noch ein Vorschlag für Veranstaltungen im Blindenverein:
Zur Zeit erfreuen sich sogenannte escape Rätsel in Bücherform wachsender
Beliebtheit. Im Rahmen einer Geschichte tauchen Rätsel auf, die gelöst werden
müssen, um dem Bösewicht auf die Schliche zu kommen. Auch dies könnte man
vielleicht als Gruppen Veranstaltung durchführen. Hierzu bräuchte es zwar
mindestens einen Sehenden, der die Geschichte vorliest und alles etwas
koordiniert. Etwaige zu notierende Fakten aber können im Handy oder im Computer
zusammengetragen werden.
Könnte recht spaßig werden. Es müsste im Vorfeld von den Veranstaltern drauf
geachtet werden, welche Vorbereitungen getroffen werden müssten, damit es
blindentechnisch umgesetzt werden kann.

*** Anzeige vom 07.01.2023 15:30:18 ***

Anzeige von: Renato
E-Mail senden
@MN: Ein guter Gedanke wie ich finde. Ältere Rechner zur Verfügung stellen die
den Computerspielen die notwendige Leistung zur Verfügung stellen. Hier benötigt
man aber auch Jemanden, der sich mit speziellen Computerspielen für blinde
auskennt und sie beschaffen kann. Auch eine Hörspielgruppe wäre in
Blindenvereinen sicher willkommen. Gemeinsam ein bestimmtes Hörspiel hören, und
anschließend in gemüdlicher Runde darüber plaudern.

Viele Grüße

Renato

*** Anzeige vom 07.01.2023 13:19:53 ***

Anzeige von: MN
Vielleicht kann man speziell für Jugendliche diverse blindenfreundliche Games am
Computer anbieten.
Die Hilfsmittelanbieter unter euch haben dafür vielleicht Technik zum
Ausrangieren. Und wenn diese Jugendlichen dann erst mal da sind, Vertrauen
gefasst haben und dann auch wiederkommen, kann man sie vielleicht aus der
Reserve locken, weil sie plötzlich mitbekommen, dass da ältere Generationen
angeregt Karten spielen, oder Schach oder anderes. Und dann kommt man vielleicht
nach und nach zum Austausch. So hätte man aber zumindest die Möglichkeit,
zuzuhören, was Blinde und Sehbehinderte von heute so umtreibt und bewegt und
könnte dann zukünftig entsprechend agieren...
Nachdenkliche Grüße

*** Anzeige vom 07.01.2023 09:27:15 ***

Anzeige von: Renato
E-Mail senden
An Alle, einfach nicht mehr auf "Blindenverein" reagieren. Hat sich auch in der
Vergangenheit nicht bewährt.

Zur derzeitlaufenden Diskussion:

Was haltet ihr von der Eröffnung eines Spendenkontos? So könnte man die
Motivation sicher steigern, wenn man eine Aufwandsendschädigung in aussicht
stellen kann.

Viele Grüße

Renato

*** Anzeige vom 06.01.2023 19:54:09 ***

Anzeige von: Christian
@MN: Dank Dir! Dem ist nichts hinzuzufügen!!! :-)

*** Anzeige vom 06.01.2023 19:33:37 ***

Anzeige von: MN
Hallo Christian,
ich denke, der begonnenen Diskussion tut die Wortmeldung von einem mysteriösen
blindenverein keinen Abbruch. In dieser Wortmeldung war nichts, was konstruktiv
zur Diskussion beigetragen hat. Bis auf das Wort blindenverein gab es nichts
Konkretes, was man mit den vorherigen Wortmeldungen in Zusammenhang bringen
könnte. Der Verweis auf diesen blinden Mann kam schon einmal - und zwar genau
dann, als das Thema Blindenverein auch hier besprochen wurde.
Fazit: hinter dem Schreiber blindenverein verbirgt sich scheinbar ein Neider,
der (oder eben die) sich bis heute nicht weiterentwickelt hat und sicher auch in
der Schule keine große Leuchte war, denn sonst hätte er oder sie bemerkt, dass
das Thema verfehlt wurde ;-)
Euch allen ein schönes Wochenende.

*** Anzeige vom 06.01.2023 18:20:35 ***

Anzeige von: Christian
Hallo zusammen!

@Blindenverein: Ich würde Dich ja gern mit richtigem Namen ansprechen. Aber da
Du offensichtlich zu feige bist, Deinen tatsächlichen Namen zu nennen, kann ich
das nicht tun. Also sage ich einfach: "Blindenverein". Ich möchte sagen, dass
mich Deine Anzeigen ziemlich auf die Palme bringen. Da ist gerade mal eine
vernünftige Diskussion im Gange, kommt schon wieder so ein unsinniger Kommentar
wie der Kommentar von Dir. Fakt ist doch, dass wir zu dem, was Du da schreibst,
überhaupt nichts sagen können. Denn es weiß doch niemand (ich wenigstens nicht)
von welchem Mann Du hier redest. Ich bin auch klar der Meinung, dass alles, was
auf diesen "Lines" gequatscht wird, hier ohnehin die wenigsten interessieren
dürfte. Also warum dann solche Kommentare??? Ich habe einfach das Gefühl, dass
es seit Jahren ein paar wenige hier zu geben scheint, die ein brutales Mobbing
gegen ein paar andere fahren, nur weil deren Lebenseinstellung nicht in ihre
Welt passt. Und zu diesen Leuten scheinst du ganz klar zu gehören. Einfach nur
traurig und verwerflich! Mit Anstand und einer guten Kinderstube hat so etwas
absolut nichts zu tun!!!

Allen Vernünftigen hier trotzdem ein schönes Wochenende!

LG Christian

*** Anzeige vom 06.01.2023 13:10:13 ***

Anzeige von: Blindenverein
Das blinde Menschen im Blindenverein sind ist doch natürlich. Damals wurde das
bei uns von der Blindenschule angeregt. Es wollten aber nicht alle. Das ist sehr
schade. Viele sind noch nicht einmal zur Infoveranstaltung.
Was diesen Herren angeht, ich war mit ihm auf der Schule. Wir hatten mal die
Hoffnung, dass er mit dem Alter ruhiger wird. Die Nachricht auf der Line habe
ich auch gehört. Hier wurde mal verbreitet, er sei nicht blind, was aber falsch
ist. Er will seine Grenzen nicht akzeptieren.

*** Anzeige vom 05.01.2023 15:26:49 ***

Anzeige von: Sven Kruse
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Hallo MN! Zumindest sollte man Angebote für Aktivitäten nicht nur immer in die
Zeiten legen, wo arbeitende Menschen eben nicht verfügbar sind. Da müsste man
auch mal etwas auf das Wochenende oder den späteren Nachmittag legen.

*** Anzeige vom 05.01.2023 14:30:08 ***

Anzeige von: Raphael Netolitzky
E-Mail senden
Hallo zusammen,

Christian, super, dass Du auf eine solche Erfolgsgeschichte in deiner
Bezirksgruppe zurückblicken kannst. Ich war in meinem Verein auch mal im
Vorstand und habe damals auch dort die Beratungsarbeit gemacht. Ich hatte damals
irgendwie nicht die Initialzündung, eine solche Bewegung zu zünden. Lag
vielleicht irgendwie auch an mir, jung genug war ich damals noch. Irgendwas
fehlte damalls einfach oder war mir einfach eine Nummer zu groß, kann ich heute
auch nicht mehr genau sagen. Allerdings habe ich mich später noch in anderen
Dingen engagiert und bin einfach an der Trägheit und Reibung gescheitert, habe
dann aufgehört, weil ich als sinnlos empfand, meine Kraft in so viel Trägheit zu
investieren. Auch eine Resignation. Nicht zuletzt deshalb möchte ich die Sache
mit den Braille-Paten auch als eigenes Projekt machen. Also wenn Ihr Lust habt,
meldet euch bei mir. Denen, die das schon getan haben, herzlichen Dank, Ihr seit
super Ideengeber in ich mag die Kommunikation mit euch!!!

Ja, lasst uns alle so leben, wie ein jeder von uns das bevorzugt und lasst uns
uns gegenseitig in diesem Selbstvertändnis stützen und lasst uns an unsere
Kinder denken. Gestern war Louis-Braille-Tag. Laut eines Berichtes des HR können
nur kümmerliche 16 Prozent der Blinden Braille. Wenn diese Zustände unter
Sehenden herrschten, würde man das Analphabetismus nennen. Lasst uns was tun,
ich bin erschüttert!
Gruß Raphael

*** Anzeige vom 05.01.2023 14:09:49 ***

Anzeige von: Christian
Hallo zusammen!

Jetzt noch ein paar Zeilen zu dem Beitrag von Emely: Ich finde Deine Einstellung
absolut in Ordnung. Ich denke auch, dass solche Dinge jeder nach seinen
Bedürfnissen handhaben sollte. Wenn Du es Dir z.B. zutraust, ohne Begleitperson
zu einem Konzert zu gehen, dann ist das doch super. Und wer eine Begleitperson
mitnehmen möchte, kann das doch jederzeit tun. Ich denke, wir sollten einfach
mal damit aufhören, immer nur zu denken, dass die eigene Sichtweise, das eigene
Verhalten oder eigene Gewohnheiten das Maß aller Dinge ist.

*** Anzeige vom 05.01.2023 13:59:41 ***

Anzeige von: Christian
@MN: Ich finde es gut, dass Du Dich als Sehende für diese Thematik
interessierst. Wie gesagt: Das mit der Wahl in den Bezirksgruppenausschuss war
einfach mal ein Vorschlag, wie man vielleicht etwas in der eigenen Bezirksgruppe
bewegen könnte. Ich hatte mich 1999 in den Bezirksgruppenausschuss wählen lassen
und kam so mit der Bezirksgruppenarbeit in Berührung. Ich hatte dann z.B.
relativ bald einen Kreis für junge Erwachsene unserer Bezirksgruppe gegründet.
Neben den monatlichen Treffen in einem Lokal hatte ich letztlich auch Ausflüge
für unsere Jugend organisiert. Diese Gruppe gibt es heute noch (natürlich mit
anderen Teilnehmern) ;-) Denn die damaligen Jugendlichen sind irgendwann aus der
Gruppe herausgewachsen. Inzwischen sind in unserem Bezirksgruppenausschuss fast
die Hälfte der Gewählten unter 60 und auch berufstätig.
Klar ist nicht alles Gold, was in Blindenvereinen stattfindet. Aber zur Wahrheit
gehört für mich auch, dass wir viele unserer Nachteilsausgleiche dem Engagement
in den Blindenvereinen zu verdanken haben. Und diese Nachteilsausgleiche gilt es
doch zu erhalten.

*** Anzeige vom 05.01.2023 12:37:36 ***

Anzeige von: Emely
Hi,
Ich habe hier echt lange nichts mehr geschrieben. Das Thema finde ich jetzt aber
auch sehr interessant.
Ich bin blind und versuche auch, mein Leben so selbstständig wie möglich zu
führen. Aus meiner Sicht spricht absolut nichts dagegen. Ich gehe auch mal
alleine auf ein Konzert, wenn die Begleitperson ausfällt. Wäre doch schade
drum.
Filme und Serien schaue ich immer ohne Audiodeskription, weil es die für die
Serien und Filme, für die ich mich interessiere, nicht gibt. Jede Person soll so
leben, wie es für diese Person am besten ist.

*** Anzeige vom 05.01.2023 12:33:43 ***

Anzeige von: MN
@Christian
Dass man sich in einen Ausschuss wählen lassen kann, wusste ich nicht. Bin als
Sehende eh nicht in diese Strukturen und Abläufe involviert...Danke also für
deine Info.
Was genau konntet ihr denn bis jetzt verändern oder anstoßen? Ich frage das, um
Argumente zu haben, wenn es mal wieder um dieses Thema geht. Ich habe privat
Kontakte zu einigen Blinden unter 60, die sich auch immer fragen, wozu ein
Blindenverein überhaupt noch nützt und was man generell tun könnte.
Bin also für jede Anregung dankbar.
Beste Grüße

*** Anzeige vom 05.01.2023 11:53:33 ***

Anzeige von: Christian
@MN: Mit "Verantwortung übernehmen" meine ich z.B., dass sich eine Berufstätige
Person in den Bezirksgruppenausschuss wählen lassen oder auch eine anderweitige
ehrenamtliche Aufgabe in der Bezirksgruppe übernehmen könnte. Somit hätte diese
Person dann Einflüsse auf die jeweiligen Aktivitäten, Unternehmungen und
Angebote der Bezirksgruppe. Und in diesem Falle bestünde dann natürlich auch die
Chance, eingefahrene Strukturen aufzuweichen. Ich habe meinem damaligen
Bezirksgruppenleiter von Anfang an klar kommuniziert, dass man keine
berufstätigen Mitglieder zu Veranstaltungen bringt, wenn man diese
Veranstaltungn zu Zeiten abhält, die für eine berufstätige Person schlichtweg
unmachbar sind. Und ich habe ihm gesagt, dass man keine jüngeren Mitglieder
begeistern kann, wenn man nur Veranstaltungen für Leute ü 60 anbietet. Anfangs
kam das gar nicht gut an und es gab jede Menge Stress. Aber mit der Zeit habe
ich mich dann durchgebissen. Wie gesagt, war das jetzt auch nur ein Beispiel.
Ich möchte damit auch nur sagen, dass es immer wieder die Chance gibt, etwas zum
Positiven zu verändern.

*** Anzeige vom 05.01.2023 11:12:44 ***

Anzeige von: MN
Hallo Christian,
was genau meinst du damit, dass möglichst viele Berufstätige Verantwortung in
den Bezirksgruppen übernehmen sollten?
Ich stelle es mir gerade schwierig vor, wenn ein einzelner berufstätiger Blinder
mangels Angeboten in seiner Altersgruppe versucht, Kontakt mit anderen
Gleichgesinnten aufzunehmen und dafür beim Blindenverein anfragt. Mal abgesehen
davon, ob derlei Anfragen aus Datenschutzgründen überhaupt beantwortet werden
könnten, ist der Verein ja sicher gar nicht in der Lage, Daten solcherart
herauszugeben. Oder haben die Vereine eine Art Übersicht über Blinde und
Sehbehinderte in ihrem Wirkungskreis?
Ich habe hier zu wenig Einblick. Kannst du mir dazu etwas sagen?

*** Anzeige vom 05.01.2023 07:50:46 ***

Anzeige von: Christian
Hallo zusammen!

@MN: Zunächst finde ich es super, dass Du diese Frage mal so stellst, denn nur
so kann eine konstruktive Diskussion entstehen. Ich kann hier nur von meinen
eigenen Erfahrungen berichten. Ich bin seit über 20 Jahren im Blindenverein
engagiert. Während dieser Zeit habe ich festgestellt, dass tatsächlich genau die
Probleme bestehen, die hier angesprochen werden. So sind die meisten Angebote
tatsächlich auf Menschen ü 60 zugeschnitten. Und die meisten Veranstaltungen
finden zu Zeiten statt, zu denen ein Berufstätiger überhaupt nicht teilnehmen
könnte. Daher finde ich es absolut wichtig, dass möglichst viele berufstätige
Menschen und auch Menschn unter 60 versuchen, Verantwortung in den einzelnen
Bezirksgruppen zu übernehmen. Glaubt mir: Es dauert lange, bis man hier etwas
bewegt. Aber mit ein bisschen Geduld kann das durchaus funktionieren.

LG an alle!

Christian

*** Anzeige vom 04.01.2023 18:13:38 ***

Anzeige von: MN
@Sven Kruse
Wir hatten das Thema hier schon mal. Damals kam nichts Konstruktives heraus
Deshalb meine Frage:
Was müsste in den Blindenvereinen geändert werden, um eben auch die Werktätigen
und Leute unter 60 mit einbeziehen zu können?
Welche Vorschläge hättet ihr dazu?

*** Anzeige vom 04.01.2023 15:19:33 ***

Anzeige von: Sven Kruse
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An Raphael und die Runde!
Ich glaube, dass das ein allgemeines Problem der Blindenvereine ist. Wenn
überhaupt Aktivitäten angeboten werden, dann sind Diese zumeist auch bei uns so
gelegt, dass Du als arbeitendes Mitglied der Gesellschaft nicht daran teilnehmen
kannst. Es ist alles nur auf Menschen ab 60 aufwärts zugeschnitten, weil diese
Klientel den absolut größten Teil der Mitglieder ausmacht. Leider sind diese
Vereine (Ich bin ebenfalls Mitglied) für jüngere Leute nicht wirklich
ansprechend und attraktiv. Da muss aber auch direkt vom DBSV mehr kommen.

*** Anzeige vom 03.01.2023 20:17:42 ***

Anzeige von: Raphael Netolitzky
E-Mail senden
Hallo ich noch mal, das ist jetzt alles chronologisch falsch rum, aber wenn Ihr
durch seid, wisst Ihr, was ich sagen will.
Warum muss man es eigentlich schade finden, wenn sich ein Blinder nicht für
seinen örtlichen Blindenverein interessiert? Warum kann ein Blinder aus einem
solchen Grund nicht über Blindenthemen sprechen? Ich finde genau dann kann er
es, er löst seine Probleme nämlich selber, sonst könnte er nicht so umher gehen
und fahren. Ich selbst bin in Köln Vereinsmitglied, habe aber auch im Grunde
nichts davon, weil der Verein die Aktivitäten, die er anbietet, fast alle in der
Arbeitszeit anbietet. Auch inhaltlich ist da für mich eher nix dabei. Ich
kritisiere das nicht, verwahre mich aber nachdrücklich gegen Kritiken von
Leuten, die sagen, ich könne nicht mitreden, nur weil ich meinem Verein nicht
ständig an der Klappe hänge. Ist doch Blödsinn sowas.
Gruß Raphael

*** Anzeige vom 03.01.2023 20:08:33 ***

Anzeige von: Raphael Netolitzky
E-Mail senden
Hallo Unbekannt. Wieder ein solcher Schreiber, der sich als ewig gestriger
Bremser betätigt und dabei zu feige ist, sich zu erkennen zu geben. Find ich zum
KOTZEN!Warum bezeichnest Du den, um den es geht als Ideoten? Ich finde, der hat
alles richtig gemacht. Er lebt und geht an seine Grenzen. Die Grenzen, die Du
siehst, sind nur in Deinem Kopf. In der Realität gibt es auch grenzen, abe es
sind nicht diese. OK, ich hab noch nen kleinen Sehrest von ca. 2 %. Aber ich
mach auch alle Fahrten ohne Umstiegshilfe und spontan. Es gibt doch da draußen
wirklich genug Leute, die man fragen kann. Natürlich sollte jedr so leben, wie
er das für richtig hält, aber er sollte auch akzeptieren, dass andere anders
leben. Das kannst Du offensichtlich nicht. Das wird dann wohl Dein nächster
Lernschritt sein. Ich finde es unmöglich, dass sich hier immer wiedre Leute
hinstellen, die sich selber offensichtlich völlig einschränken und dabei anderen
nicht die Butter auf dem Brot gönnen.

Gruß Raphael

*** Anzeige vom 03.01.2023 19:56:36 ***

Anzeige von: Raphael Netolitzky
E-Mail senden
Hallo Dennis, MN und alle, die sich beteiligen,
Ja, selbstverständlich hört Inklusion nicht nach der Schule auf und natürlich
muss das alles weiter getragen werden in die Bereiche Arbeit, Kunst, Kultur etc.
Ich habe in den letzten Jahren in einigen Projekten bezüglich Kunst und Kultur
gearbeitet, in denen viele begeisterte Künstler und Veranstalter sehr
ambitioniert versuchen, Inklusion umzusetzen. Aber sie brauchen uns als Experten
in eigener Sache, damit das mit dem angesprochenen Seminar für den Blinden mal
irgendwann kein Problem mehr sein wird und auch der Arbeitgeber weiß, was zu tun
ist. Wir leben zur Zeit in oft fast abgteschlossenen Parallelgesellschaften und
kennen einander viel zu wenig, als dass wir Inklusion leben können. Das können
nur wir selbst ändern. Wir müssen es selbst tun, weil keiner, der da draußen
lebt, von sich selbst auf die Idee kommt, dass er es tun müsste. Wir haben genau
das denen voraus und können die Initiative ergreifen.

Gruß Raphael

*** Anzeige vom 03.01.2023 19:49:44 ***

Anzeige von: Unbekannt
Wir wissen alle, um wen es geht. Meine ehemals beste Freundin ist mit ihm sehr
dicke. Der Idiot fährt ja auch alleine ins Ausland und fährt spontan mit dem Zug
ohne Umstiegshilfe und so weiter.
Was denn Seminar angeht, das hat er wohl selber bezahlt oder sich schenken
lassen irgendwas hab ich da mal gehört. Meine ehemalige Freundin finde das alles
auch noch ganz toll und mach damit. Kostenlos fahren und das Geld nehmen. Das
können sie alle aber wenn es dann um irgendwelche Verpflichtungen geht oder um
Rücksichtnahme auf andere, da vergisst man die Behinderung schnell. Blind sein
heißt nun mal auch Grenzen zu haben und das müssen solche Menschen mal
verstehen.
Im Chat hat er erzählt er war bei Jürgen Höller. Schlimmer geht nimmer. Zum
Thema zurück: hier muss auch angesetzt werden, die Grenzen aufzuzeigen, man
sieht ja was rauskommt wenn das nicht passiert.

*** Anzeige vom 03.01.2023 19:49:16 ***

Anzeige von: Raphael Netolitzky
E-Mail senden
@Sven, leider hast Du Recht und deshalb ist mein Gedanke ja auch in 2 Phasen
vorzugehen, als Sofortmaßnahme die Braille-Paten und im Folgenden dann eine
weitergehende politische Arbeit, die auch die Ansprahce an Ministerien
beinhalten muss. Ich denke das alles gerade sehr bewusst groß, natürlich werden
wir wohl wieder nur ein Teilchen erreichen, aber besser dieses Teilchen, als gar
nix. Wenn wir von vorn herein sagen, dass es nicht geht, haben wir shon vor dem
ersten Schritt verloren.
Gruß Raphael

*** Anzeige vom 03.01.2023 17:21:01 ***

Anzeige von: MN
@Dennis
Ich denke, dass der blinde Mann, den du beschreibst, sehr wohl wusste, was ihn
im Theater und im Seminar erwartet; dass er also dort nicht die blindenmäßigen
Bedingungen vorfinden wird, wie er sie eigentlich bräuchte. Ich gehe davon aus,
dass er dies akzeptiert hat, sonst wäre er ja sicher nicht mitgegangen. Bei
Seminaren müsste theoretisch auch der Arbeitgeber für entsprechende
inklusionsmäßige Möglichkeiten sorgen, wenn er seinen Mitarbeiter dorthin
schickt. Wenn der hier beschriebene Mensch den Blindenverein für sich nicht in
Anspruch nimmt, wird er selbständig genug sein und auch genug anderweitige
Kontakte haben. Schön für ihn! Aber wie immer: Jeder ist anders und jeder soll
es so handhaben, wie er es für sich braucht. Aber ich denke auch, man muss nicht
alles hinterfragen.
Schönen Abend euch.

*** Anzeige vom 03.01.2023 17:01:06 ***

Anzeige von: Dennis
Noch etwas:
Die Blinden, die so leben wie eben beschrieben können bei vielen Themen, die
blinde Menschen betreffen nicht mitreden. Sie befassen sich nicht damit oder
bekommen gar nicht erst die Möglichkeit.
Hier braucht es auch Möglichkeiten, damit auch diese Menschen durch
Institutionen erreicht werden können. Ich habe diesen Herren mal gefragt ob er
wisse was sein örtlicher Blindenverein anbieten würde. Er meinte, er wisse es
nicht und er hat auch kein großes Interesse daran. Das ist wirklich sehr schade.

*** Anzeige vom 03.01.2023 16:37:09 ***

Anzeige von: Dennis
Hallo
wir müssen nicht nur an Schule und Braileschrift denken. Wenn Blinde auf einer
normalnen Schule sind oder in einer normalen Firma arbeiten gibts Dinge, die sie
nicht mitmachen können. Sie werden traurig oder machen das aus Trotz. Im
Telefonchat war auch ein Blinder wo erzählt hat er war mit der Firma im Teater.
Er hat auch gesagt welches und ich habe bei google geschaut und da gibts kein
Ad. Zwei Wochen später war er auf einem Seminar und das ist auch nicht für
Blinde.
Inklusion ja aber bitte mit Rücksichtnahme auf den Behinderten. Unsere Aufgabe
ist es, dies immer und immer einzufordern.

*** Anzeige vom 03.01.2023 15:19:00 ***

Anzeige von: Sven Kruse
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Dieser Text geht an Raphael und in die Runde:
Leider denke ich, dass die Schulen bzw. das ganze staatliche Bildungswesen
mittlerweile so dermaßen lehrermäßig ausgedünnt und auch kaputtgwespart
ist,dass, wenn man es einmal ehrlich betrachtet, da an Inclousion praktisch gar
nicht mehr zu denken ist. der Staat muss für die Bildung (und somit auch für die
Inklusion wesentlich mehr Geld in die Hand nehmen. Sonst ist der ganze
Inklusionsgedanke einfach nur ein Rohrkrepierer. Leider sind die finanziellen
Prioritäten derzeit aber anders gesetzt.

*** Anzeige vom 03.01.2023 14:48:17 ***

Anzeige von: Raphael Netolitzky
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Hallo MN und diejenigen, die sich per Mail mit Bedenken gemeldet haben.

Ich bin durchaus auch der Meinung, das Förderschulen ihre absolute Berechtigung
haben, weil nicht jedes Kind geeignet sein wird, in eine Regelschule zu gehen.
Auch teile ich Eure Bedenken hinsichtlich großer Klassen, Unruhe etc.
allerdings sehe ich keine Probleme in der Ergänzung durch Lernpaten, weil die
gar nicht in die Lehrmethoden und Inhalte eingreifen sollen, sondern sich
ausschließlich auf die Vermittlung der Braillekenntnisse beschränken sollen.
Mehr aufgrund der hier vorgegebenen Kürze in einer Mailantwort.

Gruß Raphael

*** Anzeige vom 02.01.2023 18:47:24 ***

Anzeige von: MN
@Raphael
Hallo zusammen,
ich weiß nicht, ob dieses Thema umfassend zur Diskussion taugt. Ich gehe davon
aus, dass die Schulen gemeint sind, die neben nichtbehinderten Schülern auch
eingeschränkte Schüler unterrichten, also keine reinen Förderschulen?
Allgemeinbildende Schulen haben - das ist ausreichend bekannt- ja eh schon arge
Schwierigkeiten, die bildungspolitischen Ziele zu erreichen. In den Klassen dann
auch noch inklusive Schüler ausreichend zu fördern, scheint hier aus meiner
Sicht dann fast unmöglich. Und ob Inklusionshelfer ausreichend agieren können
bei zunehmender Unruhe in den Klassenzimmern, ist auch fraglich. Hmm ja, hört
sich alles ziemlich pessimistisch an. Lernpaten wären sicher eine gute Sache.
Und ich weiß, dass ich nun provoziere, wenn ich die guten alten Förderschulen
dann doch eher favorisiere...
Ein gesundes neues Jahr für euch und viele Grüße

*** Anzeige vom 02.01.2023 13:44:20 ***

Anzeige von: Raphael Netolitzky
E-Mail senden
Hallo zusammen,

Als Hilfsmittelanbieter, der selbst mit Braille arbeitet, erlebe ich zunehmend,
dass insbesondere in inklusiven Schulen unzureichende Braillekenntnisse durch
die Integrationslehrer und ihre Helfer vermittelt werden, was bei den blinden
Kindern zu dramatischen Lücken in ihrer lese-Schreibfähigkeit führt. Ich möchte
hier einerseits diese Problematik als Diskussion eröffnen, andererseits Euch um
Ideen bitten, wie man diesem Problem - vielleicht auch durch unsere
ehrenamtliche Unterstützung - begegnen könnte. Mein Schlagwort dafür wäre der
Braillepate, der beispielsweise als Rentner Kinder in inklusiven
Unterrichtssituationen unterstützt. Langfristiges Ziel muss es natürlich sein,
den Schulministerien zu zeigen, dass Inklusion an Schulen nicht umsonst zu haben
ist und mehr Geld für geschultes Personal braucht. Bitte schreibt in diesem
Forum oder auch gern mir eine Mail.

Danke und Gruß Raphael


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